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Tag des Handwerks

Schnuppern, ausprobieren, Hand anlegen

Neun Firmen beim "Tag des Handwerks" der Realschule Arnstein

Den offiziellen "Tag des Handwerks" nahm die Realschule Arnstein zum Anlass, ihren Schülern und Schülerinnen verschiedene Ausbildungsberufe vorzustellen. Mitarbeiter und Fachleute aus neun Betrieben der Region stellten dazu nicht nur ihre Tätigkeitsfelder, die dort möglichen Qualifikationen und die Aufstiegsmöglichkeiten kennenzulernen. Neben theoretischen Informationen konnten die jungen Leute der achten Jahrgangsstufe in drei Runden bei den gewählten Betrieben auch selbst Hand anlegen. Hauptorganisatorin war die Lehrerin Julia Ruppenstein.

Ganz pfiffige Berufsbezeichnungen hatten sich die einzelnen Firmen zugelegt:

Da waren die "Fahrzeug-Feinschmecker" vom Autohaus Vossiek aus Schweinfurt,

das Creativ-Ofenstudio aus Erbshausen nannte sich "Feuerkünstler"

und die Firma Elektro Straßburg sah sich "smart & elektrisierend".

H+B Heizung aus Unterpleichfeld waren die "Klimaretter,

einen "coolen Job" machten die Leute von KaKo Kältetechnik aus Werneck.

"Let's make metal" forderten die Metaller von SMB Metallbau Arnstein auf und "Hoch hinaus - rund ums Haus" führten die Dachdecker der Firma Weißenberger.

Alle Betriebe hatten Werkzeuge und Werkstücke vor Ort bereit, für zwei Betriebe wäre das jedoch zu aufwändig gewesen, zumal ihre Räume für die jungen Leute leicht fußläufig erreichbar waren: Da war die "Hairzenssache" des Frisörsalon Silvia

und beim Brillenladen Sauer konnte man "sehen, hören, staunen".

Als besonderer Gast hatte sich auch Anna Stolz angemeldet, die als Staatssekretärin im Kultusministerium auch für die berufliche Ausbildung zuständig ist. Sie versprach, diese berufliche Ausbildung zu stärken und sie ebenbürtig der akademischen gegenüberzustellen. "Neben dem Master muss in unserer Gesellschaft auch der Meister gleichwertig gesehen werden", sagte sie.

Handwerklich und feurig ging es in der Tat teilweise bei den "Klimarettern" zu. Die Heizungsbaufirma H+B hatte neben den notwendigen Werkzeugen wie Zangen und Rohrschneidern auch Werkstücke mitgebracht. Die Schüler lernten beispielsweise ein Rohr um 90 Grad zu biegen ohne es zu knicken, dann galt es ein Stück Kupferrohr zu kürzen, die Enden mittels Stahlwolle zu säubern und mit Lötfett zu bestreichen. Dann wurde tatsächlich ein Gasbrenner entfacht und das Lötstück erhitzt, bis das angesetzte Zinn wie eine Flüssigkeit in die minimalen Hohlräume floss. Wenn man alles richtig machte, war das Werkstück jetzt fest verbunden und dicht.

Wer hat schon einmal einen Automotor von innen gesehen und etwas über die Funktionsweise der einzelnen Aggregate erfahren? Wohl kaum einer der Achtklässler. Deshalb interessierten sie sich sehr wohl für den Unterschied einer Nockenwelle und einer Kurbelwelle. Wo sitzen die Zündkerzen, welches ist der Hubraum und wie laufen die Vorgänge beim Viertakter "ansaugen, verdichten, verbrennen, ausstoßen" ab? Fragen, welche die Jugendlichen gerne stellten. Selbst Handanlegen konnte man bei kleinen Reparaturen, wenn es galt eine Delle in der Karosserie auszuspachteln und zu lackieren.

Mit Schraubenzieher - manche nennen ihn Schraubendreher - und Isolierzange ging es bei den Elektrotechnikern zur Sache. Es galt ein Kabel fachgerecht abzuisolieren und die Drähte richtig in den Schukostecker einzuführen ohne dabei Plus, Minus und Phase zu verwechseln - ein Fehler, der in der Realität schwerwiegende Folgen haben könnte. Auch war den meisten bis dahin der Unterschied zwischen der Niederspannung im Haushalt und dem Starkstrom bei Firmen und großen Hallen nicht geläufig. Die Firma Straßburg brachte die jungen Leute hier weiter.

Um Leitungen für die Kältetechnik, um Kühlmittel und Isolation gegen Wärmeverlust ging es bei KaKo Kältetechnik aus Werneck.

Räumliches Vorstellungsvermögen, die Fähigkeit der Antizipation von der Planskizze zum fertigen Werkstück verlangt der Beruf des Metallbauers. Ramona Keller von der Arnsteiner SMB Metallbau gab die Möglichkeit, diese Fähigkeiten zu testen. Möglichst selbstständig sollten die Schüler und Schülerinnen eindimensionale Metallfolien so auszustanzen und anschließend in verschiedenen Dimensionen zu biegen, dass letztendlich Figuren oder Pflanzen als räumliche Gebilde entstanden. Eine Fähigkeit, die am besten vorhanden und nur schwer erlernbar ist.

Zwar verbreitete die Schwebenrieder Firma Weißenberger Bedachungen die Losung "Hoch hinaus - rund ums Haus", doch das war auf dem Schulgelände kaum durchführbar. Deshalb wurde im Pausenhof intensiv der Umgang mit dem Werkstoff Holz und den dazu nötigen Geräten geübt. Abmessen, einzeichnen, einspannen und zuletzt gerade absägen waren die Aufgaben. Dazu kam noch der Einsatz des Akkuschraubers. Bei Erfolg stand am Ende ein schmuckes fertiges Häuschen - ein Vogelhäuschen.

Beim Optiker geht es nicht nur darum, dem Kunden den "richtigen Durchblick" ermöglichen, er möchte seine Brille als Hilfsmittel zum Sehen auch als Schmuck und als Bereicherung seines Aussehens empfinden. Die jungen Besucher beim Brillenladen Sauer in der Hauptstraße lernte man, wie ein Gestell an das jeweilige Gesicht angepasst werden kann, den Augenabstand berücksichtigt und äußere Gegebenheiten des Kopfes mit einbezieht.

Alles in Gold und in Silber war es für eine kleine Weile im Frisörsalon Silvia, die das Informationsangebot gemeinsam mit ihrer Kollegin Lisa-Marie Manger in der Grabenstraße durchführte. Natürlich wurden die "Kurzzeit-Auszubis" auf den Frisierstühlen mit Schutzhüllen aus Gold oder Silber eingedeckt und dann galt es - nicht zu schneiden - vielmehr beispielsweises die Gesichtstypen und -formen der jeweiligen "Kunden" zu ermitteln. Dabei galt es von oval über rund bis eckig und lang zu unterscheiden. Wichtig ist auch der "Farbtyp" des Kunden, der Kundin. Deshalb wurden hier die Tücher in Gold oder Silber verwendet.

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